IRONCLAD – Bis zum letzten Krieger

Stahl, Blut, Dreck und eine Burg. England im Jahre 1215, Rochester Castle, King John und seine Übermacht wollen die Festung um jeden Preis nehmen. Doch was wäre das für eine Geschichte, wenn sich ihm nicht eine Gruppe von Rebellen entgegenstellen würde!? Ein Film für echte Kerle, nichts für zartbesaitete, das Mittelalter wie es wohl gewesen ist, gnadenlos, brutal und gut dass es vorbei ist.

King John ( Paul Giamatti ) ist ziemlich sauer, gerade erst musste er gegen seinen Willen die Magna Carta unterzeichnen, welche dem englischen Adel mehr Rechte und Freiheiten gewähren soll. Was ein echter Tyrann ist, der lässt sowas natürlich nicht auf sich sitzen, also sammelt er ein Heer von eigenen untergebenen und dänischen Söldnern, angeführt von Hauptmann Tiberius (Vladimir Kulich), um sich. Mit seiner Übermacht fällt er nun über die Adligen Verfasser der von ihm unter Zwang unterzeichneten Urkunde her und lässt diese brutal abschlachten.

Ungewollt wird eine fahrende Gruppe Templer, unter ihnen ein Mann namens Thomas Marshal (James Purefoy), Zeuge des barbarischen Vorgehens. Die Gruppe stellt sich John entgegen und wird niedergeschlagen, nur Marshal überlebt und kann flüchten. Er wendet sich an Erzbischof Langton (Charles Dance), ein Erzfeind von King John, mit dem er den Plan fasst, dessen Vorrücken auf London aufzuhalten. Dies soll ihnen unter der Führung des verbündeten Baron Albany (Brian Cox) gelingen, indem sie die strategisch wichtige Festung Rochester Castle besetzen, was ihnen gegen den Willen der Burgherren auch gelingt.

Lange werden sie der Übermacht Johns aber nichts entgegenzusetzen haben, ihr Ziel ist die Festung so lange halten zu können, bis ihnen das französische Heer, wenn es denn wird, zur Hilfe eilt. Die Belagerung beginnt.

Der Film unter der Regie Jonathan Englisch, erschien im Jahre 2011 und zeigt schon kurz nach Beginn, was der Zuschauer zu erwarten hat. Er ist für einen FSK 16 Film sehr Brutal, was aber meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil des Films ist, denn dadurch wirkt er sehr glaubwürdig. Man kann sich tatsächlich eine gute Vorstellung davon machen, wie es im Mittelalter so gelaufen ist. Der Film ist dreckig, und wenn es Geruchsfernsehen gäbe, dann würde er vermutlich bestialisch stinken, bei den Schlachten fliegen hier Buchstäblich die Fetzen. Die Geschichte beschränkt sich auf das Wesentliche, ohne viel Geschnörkel, Liebelei oder Politische Intrigen. Böser König, Burg, eine Handvoll Rebellen, es wird aufeinander eingeschlagen, das war es im Grunde. Wenn es früher wirklich so war, was man Ironclad durchaus abnimmt, dann bin ich froh, dass ich hier bestens unterhalten wurde und nicht dabei sein musste.

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